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Zu diesem Thema gibt es 9 Fragen im offiziellen Fragenkatalog. In der App übst du sie mit sofortiger Rückmeldung und in der Prüfungssimulation.
Kriegsende und die vier Besatzungsmächte
Am 8. Mai 1945 kapitulierte die deutsche Wehrmacht bedingungslos. Damit endete der Zweite Weltkrieg in Europa. Die Regierungsgewalt in Deutschland übernahmen die vier Alliierten: die USA, die Sowjetunion, Großbritannien und Frankreich.
Frankreich kam als vierte Besatzungsmacht hinzu. Das beschlossen die Alliierten auf der Konferenz von Jalta im Februar 1945. Über Fragen, die ganz Deutschland betrafen, sollten die vier Mächte gemeinsam im Alliierten Kontrollrat in Berlin entscheiden.
Vier Zonen: wer wo zuständig war
Deutschland wurde in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Übertragen auf die heutigen Bundesländer sah das so aus:
- Britische Zone im Nordwesten: das heutige Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.
- Sowjetische Zone im Osten: das heutige Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen.
- Amerikanische Zone im Süden: das heutige Bayern, Hessen und der Norden des heutigen Baden-Württemberg, dazu Bremen mit Bremerhaven als Hafen für die US-Armee.
- Französische Zone im Südwesten: das heutige Rheinland-Pfalz, der Süden des heutigen Baden-Württemberg und das Saarland, das bis 1957 einen Sonderstatus hatte.
Die deutschen Gebiete östlich von Oder und Neiße kamen unter polnische beziehungsweise sowjetische Verwaltung.
Berlin: eine Stadt, vier Sektoren
Berlin lag mitten in der sowjetischen Zone, wurde als ehemalige Hauptstadt aber gesondert behandelt: Auch die Stadt wurde in vier Sektoren aufgeteilt. Die Sektoren unter amerikanischer, britischer und französischer Verwaltung bildeten später West-Berlin, der sowjetische Sektor Ost-Berlin.
Die Berlin-Blockade und die Luftbrücke
Die Westmächte und die Sowjetunion verfolgten bald sehr unterschiedliche Ziele. Als in den Westzonen im Juni 1948 die D-Mark eingeführt wurde, sperrte die Sowjetunion ab dem 24. Juni 1948 alle Land- und Wasserwege nach West-Berlin.
Die Westmächte versorgten die rund zwei Millionen Menschen in den Westsektoren daraufhin fast ein Jahr lang über eine Luftbrücke mit Lebensmitteln, Kohle und anderen Gütern. Die Berlinerinnen und Berliner nannten die Flugzeuge „Rosinenbomber“. Im Mai 1949 hob die Sowjetunion die Blockade auf.
1949: zwei deutsche Staaten
In den drei Westzonen arbeitete der Parlamentarische Rat das Grundgesetz aus. Es wurde am 23. Mai 1949 verkündet, damit war die Bundesrepublik Deutschland gegründet. In der sowjetischen Besatzungszone entstand am 7. Oktober 1949 die Deutsche Demokratische Republik (DDR).
Die Teilung Deutschlands dauerte 41 Jahre, bis zur Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990.
Diese 9 Fragen kommen im Test vor
- 175Wie viele Besatzungszonen gab es in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg?
- 167Welche Länder wurden nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland als „Alliierte Besatzungsmächte“ bezeichnet?
- 168Welches Land war keine „Alliierte Besatzungsmacht“ in Deutschland?
- 176Wie waren die Besatzungszonen Deutschlands nach 1945 verteilt?
- 177Welche deutsche Stadt wurde nach dem Zweiten Weltkrieg in vier Sektoren aufgeteilt?
- 178Vom Juni 1948 bis zum Mai 1949 wurden die Bürger und Bürgerinnen von West-Berlin durch eine Luftbrücke versorgt. Welcher Umstand war dafür verantwortlich?
- 172In welcher Besatzungszone wurde die DDR gegründet? In der …
- 169Wann wurde die Bundesrepublik Deutschland gegründet?
- 174Wann wurde die DDR gegründet?
Jede Frage mit Hintergrund findest du auf den Fragenseiten. Mit Antworten üben kannst du in der App.
QuellenBundeszentrale für politische Bildung: Die Sowjetische BesatzungszoneBundeszentrale für politische Bildung: Berlin auf dem Weg zur geteilten StadtBundeszentrale für politische Bildung: Berliner Blockade und LuftbrückeBundeszentrale für politische Bildung: Die doppelte StaatsgründungBundesregierung: Geburtsstunde der Bundesrepublik