Teste dich
Zu diesem Thema gibt es 15 Fragen im offiziellen Fragenkatalog. In der App übst du sie mit sofortiger Rückmeldung und in der Prüfungssimulation.
Alle vier Jahre: die Wahlperiode
Der Bundestag wird für vier Jahre gewählt. Eine reguläre Bundestagswahl findet deshalb alle vier Jahre statt. Die Wahlperiode endet erst, wenn der neu gewählte Bundestag zusammentritt.
Ausnahmsweise kann der Bundestag vorzeitig aufgelöst werden. Dann kommt es früher zu einer Neuwahl.
Zwei Stimmen, zwei Wege
Mit der Erststimme wählt man eine Person im Wahlkreis. Mit der Zweitstimme wählt man die Landesliste einer Partei. Die Zweitstimme ist entscheidend: Je mehr Zweitstimmen eine Partei bekommt, desto mehr Sitze erhält sie im Bundestag.
Das Wahlsystem verbindet also Mehrheitswahl und Verhältniswahl. Die Partei, die die meisten Stimmen bekommt, hat die stärkste Position. Eine Regierungsmehrheit entsteht aber meist erst durch eine Koalition. Die Partei mit den meisten Stimmen regiert deshalb nicht automatisch allein.
Die 5-Prozent-Hürde
Eine Partei muss grundsätzlich mindestens fünf Prozent der Zweitstimmen erreichen, um Sitze im Bundestag zu erhalten. Diesen Mindestanteil nennt man 5-Prozent-Hürde oder Sperrklausel.
Der Zweck der Hürde: Sie soll verhindern, dass sehr viele kleine Parteien das Parlament zersplittern. Sonst würden die Arbeitsfähigkeit und die Bildung tragfähiger Mehrheiten erschwert.
Es gibt eine Übergangsregel. Parteien unter fünf Prozent werden trotzdem berücksichtigt, wenn sie in mindestens drei Wahlkreisen die meisten Erststimmen gewinnen. Die genaue Regel kann sich ändern. Den aktuellen Stand nennt die Bundeswahlleiterin.
Ein Beispiel: Erhält eine Partei 4,9 Prozent der Zweitstimmen, zieht sie über die Liste nicht in den Bundestag ein. Die Übergangsregel kann dann trotzdem greifen, wenn sie die Bedingung mit den Wahlkreisen erfüllt.
Wer darf wählen, und wie?
Wer im Wählerverzeichnis steht, bekommt vor der Wahl eine Wahlbenachrichtigung von der Gemeinde. Sie nennt Wahltag, Wahlzeit und Wahlraum. Wählen darf man ab 18 Jahren.
Wer am Wahltag nicht ins Wahllokal gehen kann oder möchte, darf per Briefwahl wählen. Dafür beantragt man Wahlschein und Briefwahlunterlagen bei der Gemeinde. Telefonisch am Wahltag zu wählen ist nicht erlaubt.
Das Grundgesetz nennt die Wahlgrundsätze: Die Wahl ist allgemein, unmittelbar, frei, gleich und geheim. Niemand darf die Stimme eines anderen abgeben, auch nicht der Ehepartner. Jede Stimme zählt gleich viel.
Auszählung und ungültige Stimmen
Nach Schließung des Wahllokals zählt der Wahlvorstand die Stimmen. Die ehrenamtlichen Wahlhelferinnen und Wahlhelfer wirken dabei mit. Sie stellen das Ergebnis im Wahlbezirk fest.
Ein Stimmzettel ist gültig, wenn jede Stimme eindeutig gekennzeichnet ist. Werden für dieselbe Stimme mehrere Vorschläge markiert oder bleibt der Wille unklar, ist diese Stimme ungültig.
Diese 15 Fragen kommen im Test vor
- 93Je mehr „Zweitstimmen“ eine Partei bei einer Bundestagswahl bekommt, desto …
- 105Was ist eine Aufgabe von Wahlhelfern / Wahlhelferinnen in Deutschland?
- 106In Deutschland helfen ehrenamtliche Wahlhelfer und Wahlhelferinnen bei den Wahlen. Was ist eine Aufgabe von Wahlhelfern / Wahlhelferinnen?
- 107Für wie viele Jahre wird der Bundestag in Deutschland gewählt?
- 109Wie oft gibt es normalerweise Bundestagswahlen in Deutschland?
- 110Für wie viele Jahre wird der Bundestag in Deutschland gewählt?
- 113Wahlen in Deutschland gewinnt die Partei, die …
- 117Wie viel Prozent der Zweitstimmen müssen Parteien mindestens bekommen, um in den Deutschen Bundestag gewählt zu werden?
- 120Das Wahlsystem in Deutschland ist ein …
- 121Eine Partei möchte in den Deutschen Bundestag. Sie muss aber einen Mindestanteil an Wählerstimmen haben. Das heißt …
- 123Was ist in Deutschland die „5 %-Hürde“?
- 126Was bekommen wahlberechtigte Bürger und Bürgerinnen in Deutschland vor einer Wahl?
- 127Warum gibt es die 5 %-Hürde im Wahlgesetz der Bundesrepublik Deutschland? Es gibt sie, weil …
- 130Welcher Stimmzettel wäre bei einer Bundestagswahl gültig?
- 133Was ist bei Bundestags- und Landtagswahlen in Deutschland erlaubt?
Jede Frage mit Hintergrund findest du auf den Fragenseiten. Mit Antworten üben kannst du in der App.
QuellenDas Wahlsystem - Die BundeswahlleiterinInformationen für Wahlhelfende - Die BundeswahlleiterinDie Bundeswahlleiterin: BriefwahlGrundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland