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Zu diesem Thema gibt es 9 Fragen im offiziellen Fragenkatalog. In der App übst du sie mit sofortiger Rückmeldung und in der Prüfungssimulation.
Eine sehr alte Geschichte
Die älteste schriftliche Erwähnung jüdischen Lebens auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands stammt aus dem Jahr 321. Eine Urkunde des römischen Kaisers Konstantin nennt jüdisches Leben in Köln.
Das liegt etwa 1700 Jahre zurück. Die Geschichte jüdischen Lebens in Deutschland hat seitdem Höhen und schwere Brüche erlebt.
Gemeinden, Synagogen und Vereine heute
Das jüdische Gebets- und Versammlungshaus heißt Synagoge. Synagogen sind Orte des Gebets, des Lernens und der Gemeinschaft.
Nach der Mitgliederstatistik 2025 gehören die jüdischen Gemeinden in Berlin und München zu den größten in Deutschland.
Die rund 40 jüdischen Makkabi-Sportvereine sind offen für alle Menschen. Eine jüdische Herkunft oder Religion ist dafür nicht nötig.
Antisemitismus und das Strafrecht
Antisemitismus ist Feindschaft oder Hass gegen Juden und Jüdinnen. Ein Beispiel dafür ist das Leugnen des Holocaust, also des Völkermords an den europäischen Juden und Jüdinnen durch die Nationalsozialisten.
Wer diese Völkermordtaten öffentlich leugnet, kann nach dem Strafgesetzbuch bestraft werden. Das Gesetz sieht dann Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe vor, wenn die Tat geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören.
Kritik an der Politik Israels ist durch die Meinungsfreiheit geschützt. Sie ist nicht allein deshalb antisemitisch. Inhalt und Zusammenhang entscheiden. Der öffentliche Aufruf zur Vernichtung Israels ist dagegen verboten, weil er zu gewaltsamer Beseitigung aufruft. Ob eine Äußerung strafbar ist, hängt vom Einzelfall ab. Dafür prüft man Wortlaut, Anlass und Zusammenhang.
Israel und die deutsche Verantwortung
Der Staat Israel erklärte 1948 seine Unabhängigkeit. Eine wichtige rechtlich-politische Grundlage war die Resolution 181 der Vereinten Nationen vom 29. November 1947. Sie empfahl die Teilung des Gebiets in einen jüdischen und einen arabischen Staat. Der Plan entstand in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg und den Verbrechen der Shoah.
Die Resolution war eine Grundlage, aber nicht die Unabhängigkeitserklärung selbst. Sie gilt als wichtiger Schritt auf dem Weg zur Staatsgründung.
Deutschlands besondere Verantwortung für Israel leitet sich aus den nationalsozialistischen Verbrechen gegen Juden ab. Man nennt den Völkermord an den europäischen Juden die Shoah. Aus dieser Geschichte entwickelte sich ein besonderes Verhältnis zwischen Deutschland und Israel. Es zeigt sich in engen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Kontakten.
Erinnern als Teil der Demokratie
Am 27. Januar wird in Deutschland der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Der Deutsche Bundestag hält dafür eine Gedenkstunde ab. Der Tag erinnert an die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz.
Das Erinnern an die Verbrechen des Nationalsozialismus gehört zu den Grundlagen der Demokratie in Deutschland. Es hilft, Antisemitismus früh zu erkennen und ihm entgegenzutreten. Dieses Erinnern ist eine dauernde Aufgabe und keine einmalige Pflicht.
Diese 9 Fragen kommen im Test vor
- 59Vor wie vielen Jahren gab es erstmals eine jüdische Gemeinde auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands?
- 66Welche Städte haben die größten jüdischen Gemeinden in Deutschland?
- 96Wie kann jemand, der den Holocaust leugnet, bestraft werden?
- 111Welche Handlung mit Bezug auf den Staat Israel ist in Deutschland verboten?
- 118Wer darf bei den rund 40 jüdischen Makkabi-Sportvereinen Mitglied werden?
- 149Was ist ein Beispiel für antisemitisches Verhalten?
- 182Wie heißt das jüdische Gebetshaus?
- 184Auf welcher rechtlichen Grundlage wurde der Staat Israel gegründet?
- 288Woraus begründet sich Deutschlands besondere Verantwortung für Israel?
Jede Frage mit Hintergrund findest du auf den Fragenseiten. Mit Antworten üben kannst du in der App.
QuellenGedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus 2021 - BundesregierungStatistik - Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in DeutschlandStrafgesetzbuchVereinte Nationen: Resolution 181 (II), Future Government of PalestineAuswärtiges Amt: Deutschland und Israel – Bilaterale Beziehungen