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Deutschland als Zuwanderungsland
Migration heißt, dass Menschen aus einem Land in ein anderes ziehen. Dieser Aufenthalt kann dauerhaft sein oder nur für eine bestimmte Zeit. Viele kamen nach Deutschland, um zu arbeiten. Andere kamen aus anderen Gründen, zum Beispiel als Flüchtlinge oder zu ihren Familien.
Auch heute kommen Menschen aus vielen Ländern nach Deutschland: zum Arbeiten, zum Studium oder zu ihren Familien.
Die Anwerbung der Gastarbeiter
In den 1950er- und 1960er-Jahren brauchte die Bundesrepublik viele Arbeitskräfte. Sie schloss dafür Anwerbeabkommen mit anderen Staaten. Diese Abkommen regelten die Vermittlung und die Bedingungen der Beschäftigung. Die so angeworbenen ausländischen Arbeitskräfte nannte man damals Gastarbeiter oder Gastarbeiterinnen.
Das erste staatliche Anwerbeabkommen wurde 1955 mit Italien geschlossen. Italien war also das erste Land, dessen Arbeitskräfte auf diesem Weg kamen. Das bedeutet nicht, dass vorher keine ausländischen Menschen in Deutschland arbeiteten.
Der Begriff Gastarbeiter deutete einen nur vorübergehenden Aufenthalt an. Später schloss die Bundesrepublik Anwerbeabkommen auch mit anderen Staaten, unter anderem mit Spanien, Griechenland, Portugal und der Türkei. Viele der Angeworbenen blieben aber dauerhaft, holten ihre Familien nach und bauten hier ein neues Leben auf. Ihre Kinder und Enkel sind oft in Deutschland geboren. Das Wort Gastarbeiter passt deshalb nicht mehr zur Wirklichkeit.
Die Türkei und die Zahlen
Die Türkei gilt als das Herkunftsland, aus dem die meisten Migrantinnen und Migranten in Deutschland stammen.
Die Zahlen hängen aber von der Zählweise ab. Wer nach Einwanderungsgeschichte zählt, kommt zu einem anderen Ergebnis als jemand, der nur selbst Eingewanderte zählt. Auch die Staatsangehörigkeit führt zu anderen Zahlen. Eine einzelne Rangfolge vereinfacht die Lage deshalb stark.
Vertragsarbeit in der DDR
Auch in der DDR arbeiteten viele ausländische Menschen. Die DDR schloss Abkommen über Vertragsarbeit. Die Vertragsarbeiterinnen und Vertragsarbeiter kamen unter anderem aus Vietnam, Polen und Mosambik.
Dieses System war ein besonderes staatlich geregeltes Verfahren der Arbeitsmigration. Es ist nicht dasselbe wie die Anwerbung der Gastarbeiter in der Bundesrepublik.
Quellen und Begriffe
Das Statistische Bundesamt (Destatis) veröffentlicht solche Zahlen. Es unterscheidet zum Beispiel nach Einwanderungsgeschichte, nach Staatsangehörigkeit und nach dem Geburtsstaat.
Wer Herkunftsangaben vergleicht, braucht immer die Quelle und das Jahr der Erhebung. Gute Quellen nennen außerdem, nach welcher Definition sie zählen. Auch der Begriff Migrationshintergrund ist in Statistiken nicht immer gleich definiert. In der amtlichen Statistik bezeichnete er Menschen, die selbst oder von denen mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurden. Vergleiche über längere Zeiträume können zudem durch Änderungen bei der Erhebung erschwert sein.
Diese 4 Fragen kommen im Test vor
- 297Aus welchem Land sind die meisten Migranten / Migrantinnen nach Deutschland gekommen?
- 298In der DDR lebten vor allem Migranten aus …
- 299Ausländische Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, die in den 50er und 60er Jahren von der Bundesrepublik Deutschland angeworben wurden, nannte man …
- 300Aus welchem Land kamen die ersten Gastarbeiter / Gastarbeiterinnen nach Deutschland?
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QuellenDie Bundesregierung: Zuwanderungsland DeutschlandDie Bundesregierung: Gastarbeiter in der Bundesrepublik DeutschlandBundeszentrale für politische Bildung: Die Anwerbung türkischer Arbeitnehmer und ihre FolgenStatistisches Bundesamt: Bevölkerung in Privathaushalten nach Einwanderungsgeschichte und Herkunftsstaat